Eine gute Raumluftqualität ist planbar

8. Dezember 2017    

Schlechte Raumluft macht krank

Gerade jetzt im Winter spürt man es wieder – die trockene Luft in Wohnräumen, die vermehrt zu Hustenanfällen, trockener Haut, sowie zu starken Schleimhautreizungen beiträgt. Die Luft wird in der Gebäudetechnik als Raumluftqualität berechnet und hat einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden. Sie stellt ein Indikator für die Lebensqualität dar und sollte aus diesem Grund immer möglichst eingeregelt sein.
Am deutlichsten erkennt man eine schlechte Raumluft durch unangenehme Gerüche in der Luft. Schlechte Raumluft führt zu Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und kann sogar krankmachen. Die verbrauchte Luft besitzt nur noch wenig Sauerstoff, dafür aber andere Stoffe wie Kohlendioxid und Wasserdampf. Sauerstoff ist für den menschlichen Körper lebensnotwendig und fördert seine Leistungsfähigkeit.

Feuchtigkeit fördert Schäden an der Bausubstanz

Der Mensch stößt durch seine Atemluft oder Transpiration (Schwitzen) Feuchtigkeit aus, welche von der Raumluft aufgenommen wird. Ebenfalls entstehen beim Kochen oder Duschen erhebliche Mengen an Wasserdampf. Dieser Wasserdampf kann sich an kälteren Flächen wie Fenster und Decken absetzen. Die feuchten Bereiche bieten dann einen idealen Nährboden für Schimmelpilze. Diese stellen eine gesundheitliche Gefahr für den Menschen dar und verursachen zudem erhebliche Schäden an der Bausubstanz, im schlimmsten Fall ist das Gebäude nicht mehr nutzbar (bei Annahme ohne Lüftungsanlage).

Die Raumluftqualität als Indikator für die Beschaffenheit der Luft

Die Raumluftqualität im Allgemeinen beschreibt die Beschaffenheit der Luft bezogen auf den Anteil der darin enthaltenen Verunreinigungen. Eine gute Raumluftqualität wird vom Nutzer eines Raumes nur subjektiv wahrgenommen, kann aber durch eine Planung der Gebäudetechnik von einem Fachmann berechnet werden. Es gibt zudem Gesetze und Verordnungen die Grenz- oder Richtwerte für die Luftverunreinigungen festlegen.

Immer dichtere Gebäudehüllen fordern ein Umdenken

In der Planung der Gebäudetechnik wird ein möglichst geringer (immer geringeren) Wärmebedarf angestrebt. Dies hat u.a. auch zum Trend von Bau von Niedrigenergiehäusern beigetragen. Diese haben besonders gut gedämmte Gebäudehüllen. Wegen den immer dichter werdenden Fugen von Fenstern und Türen ist der natürliche Luftwechsel jedoch aber stark gesunken. Reichte früher eine reine Beheizung der Räume aus, so führt heutzutage in vielen Fällen kein Weg an einer mechanischen Lüftung der Gebäude vorbei.

Gesetzliche Vorschriften

Die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) fordert, dass die Hülle eines neu gebauten Gebäudes dauerhaft luftundurchlässig sein muss. Somit kann eine natürliche Lüftung durch Fugen und Spalten nicht mehr gewährleistet werden. Daneben schreibt die EnEV einen erforderlichen Mindestluftwechsel für Gesundheit und Bautenschutz vor. Dieser kann nur durch die Erstellung eines Lüftungskonzeptes nach DIN 1946- nachgewiesen werden. Dabei wird berechnet, ob der natürliche Luftwechsel genügt oder eine Lüftungsanlage installiert werden muss.

Kontrollierte Wohnraumlüftungen versorgen automatisch mit bester Raumluft

Die Vorteile einer kontrollierten Wohnraumlüftung sind im Wesentlichen die folgenden:
1. Versorgung mit sauerstoffreicher Luft
2. Schutz der Bausubstanz durch Abtransport der feuchten Luft
3. Energieeinsparung durch Wärmerückgewinnung (Unterhaltskosten einsparen)

Fazit
Bei immer besser gedämmten Gebäudehüllen ist eine mechanische Lüftung immer öfters bereits Pflicht. Da eine gute Raumluftqualität ein sehr wichtiger Faktor für unsere Gesundheit darstellt, sollte sich bei einem Neubau wie auch Sanierung jeder mit den Vorteilen einer kontrollierten Wohnraumlüftung befassen.

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